LinkedIn-Headline
Die LinkedIn-Headline ist die Textzeile direkt unter dem Namen im Profil, bis zu 220 Zeichen lang. Sie erscheint in jeder Suche, in jedem Kommentar und in jeder Kontaktanfrage und bestimmt, ob ein Researcher Sie einem Suchprofil zuordnet. Standardmäßig steht dort der aktuelle Jobtitel.
Wie es in der Praxis läuft
Researcher in Personalberatungen arbeiten mit dem LinkedIn Recruiter und suchen nach Funktion, Branche, Unternehmensgröße und Stichworten. Die Headline wird dabei gewichtet und ist zugleich das Erste, was ein Mensch in der Trefferliste sieht. Wer dort nur „Geschäftsführer bei Muster GmbH“ stehen hat, ist für den Algorithmus eine von Tausenden und für den Leser nicht einzuordnen. Wer „CFO | Maschinenbau | Carve-outs und Restrukturierung | 800 Mio. Umsatz“ schreibt, liefert dem Researcher die Begriffe, nach denen er sucht, und dem Leser das Bild.
LinkedIn erlaubt 220 Zeichen; auf dem Smartphone werden in Listen nur die ersten rund 60 angezeigt. Das Wichtigste gehört also nach vorn.
Was das für Sie als Führungskraft bedeutet
Die Headline ist Ihre Positionierung in einer Zeile. Sie zwingt zur Entscheidung: Wofür wollen Sie gefunden werden? Ein Profil, das Generalist, Transformationsmanager und Stratege zugleich sein will, verliert in jeder einzelnen Suche gegen das Profil, das eine Sache klar benennt. Für Führungskräfte, die vertraulich sondieren, ist die Headline zugleich der diskreteste Hebel: Sie ändert nichts am Status, weckt keinen Verdacht und erhöht trotzdem die Auffindbarkeit.
Zugleich lesen sie Menschen, die Sie kennen. Eine Headline, die plötzlich nach Suche klingt („offen für neue Herausforderungen“), fällt im eigenen Unternehmen auf. Eine, die Ihre Expertise schärfer beschreibt, wirkt wie Souveränität.
Worauf Sie achten sollten
Verzichten Sie auf Eigenschaftsadjektive („visionär“, „leidenschaftlich“) und auf Formeln wie „Macher“ oder „Brückenbauer“; sie liefern keine Suchbegriffe und wirken auf Ihrer Ebene unseriös. Verzichten Sie auf den Firmennamen als Hauptinformation, wenn er außerhalb Ihrer Branche nichts sagt. Und prüfen Sie, ob Ihre Headline die Begriffe enthält, die in Suchprofilen für Ihre Zielrolle stehen: Funktion, Branche, Größenordnung, ein bis zwei fachliche Schwerpunkte. Mehr nicht.
Sabines Blick
Wenn ich mit Klienten am Profil arbeite, beginnen wir mit dieser einen Zeile und brauchen dafür oft eine ganze Stunde. Am Anfang steht fast immer eine Formel wie „Erfahrene Führungskraft mit Leidenschaft für Menschen und Prozesse“. Am Ende stehen Funktion, Branche, zwei fachliche Schwerpunkte und eine Größenordnung. Erst dann enthält die Zeile die Begriffe, die in Suchprofilen vorkommen, und erst dann melden sich Berater mit Mandaten, die passen. Die Headline ist der Satz, mit dem der Markt Sie weitererzählt.