LinkedIn-Profil für Führungskräfte: 7 Schritte zum Executive-Profil
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Warum dieses Thema?
Viele Führungskräfte haben ihr LinkedIn-Profil vor Jahren angelegt und seitdem kaum angefasst. Solange man abgeworben wurde, war das auch nicht nötig. Spätestens in der beruflichen Neuorientierung merken Sie aber, dass Researcher und Headhunter zuerst online nachsehen, wer Sie sind. Und oft steht dann dort eine Jobbezeichnung, ein Unternehmen, sonst wenig. Dazu kommt die Sorge, dass Kollegen und Vorgesetzte jede Änderung bemerken. In dieser Folge gehe ich sieben Schritte mit Ihnen durch. Danach wissen Sie, was in ein Executive-Profil gehört und wie Sie es überarbeiten, ohne Aufsehen zu erregen.
Das erfahren Sie in dieser Folge
Berufserfahrung mit Verantwortung füllen
Der erste Schritt klingt banal und wird doch oft übersprungen: Berufserfahrung und Ausbildung vollständig ausfüllen. Position und Unternehmen allein sagen wenig. Was zählt, ist Ihr Verantwortungsrahmen, also Führungsspanne, Budget, Aufgaben und die Kompetenzen, die in der Rolle gefragt waren. LinkedIn gibt Ihnen pro Station ausreichend Platz dafür. Mir ist dabei ein Punkt besonders wichtig: Formulieren Sie mit den Begriffen, die ein Researcher eingibt, wenn er jemanden wie Sie sucht. Dann taucht Ihr Profil in genau den Suchen auf, in denen Positionen auf Ihrer Ebene besetzt werden.
Keywords, die zu Ihrer Zukunft passen
Unter Kenntnisse und Fähigkeiten entscheiden Sie, unter welchen Schlagworten Sie gefunden werden. Das ist eine strategische Frage, keine Fleißarbeit. Welche Kompetenzen wollen Sie künftig in den Vordergrund stellen, und welche gehören zur Vergangenheit? Wenn Sie unsicher sind, hilft ein einfacher Kniff, den ich auch mit meinen Klienten nutze: Nehmen Sie einige Ausschreibungen für Positionen, die Sie anstreben, und prüfen Sie deren Formulierungen. Oft finden Sie dort genau das Wort, das Ihnen gefehlt hat. So stimmt Ihr Profil mit der Sprache überein, in der Ihre Zielrollen beschrieben werden.
Sprachen, Kurse und Ehrenamt gezielt auswählen
Über die Funktion „Abschnitt hinzufügen“ pflegen Sie Sprachkenntnisse, Zertifikate, Kurse, Patente und Ehrenämter ein. Headhunter lesen diese Felder durchaus mit, weil sie etwas über den Menschen hinter der Position verraten. Auswahl schlägt Vollständigkeit: Sprachen mit Niveau, wie im Lebenslauf. Kurse nur, wenn sie für Ihre künftige Rolle relevant und nicht veraltet sind. Patente mit Titel und kurzer Beschreibung. Ehrenamtliches Engagement zeigt Ihre Werte. Jede Angabe sollte auf Ihr Karriereziel einzahlen, dann wird das Profil runder, ohne überladen zu wirken.
Info-Text und Slogan: wer Sie sind und was Sie antreibt
Im Abschnitt Info stellen Sie sich vor. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernbotschaft: Wofür stehen Sie, was haben Sie bewegt, was treibt Sie an? In der Folge lese ich einen Beispieltext vor, an dem Sie die Struktur nachvollziehen können. Wichtig ist, dass Sie in Ihren eigenen Worten schreiben. Dazu gehört der Profilslogan unter Ihrem Namen, auf Deutsch oder Englisch, je nach Umfeld. Stellen Sie sich vor, ein Personalberater öffnet Ihr Profil zwischen zwei Terminen. Nach Slogan und den ersten Zeilen weiß er, für welche Aufgabe er Sie anrufen sollte, und greift zum Telefon. Und prüfen Sie Ihre Kontaktdaten: Eine veraltete E-Mail-Adresse hat schon manche Anfrage zu spät ankommen lassen.
Profilbild, Sichtbarkeit und Diskretion
Ein professionelles Profil- und Titelbild zeigt Persönlichkeit und Seriosität zugleich. Ebenso wichtig sind die Einstellungen. Viele Führungskräfte zögern mit der Überarbeitung, weil sie fürchten, dass Peers oder Vorgesetzte daraus einen Wechselwunsch ablesen. Die Sorge ist nachvollziehbar, aber lösbar: In den Einstellungen legen Sie fest, wer was sieht und ob Ihr Netzwerk über Änderungen informiert wird. Zum Schluss vergleiche ich LinkedIn und Xing. LinkedIn ist international und stärker unter Führungskräften verbreitet, Xing vor allem im deutschsprachigen Raum. In der Neuorientierung empfehle ich eine aktuelle Präsenz auf beiden, damit Sie für alle Researcher auffindbar sind.
Für wen ist diese Folge?
Diese Folge ist für Sie, wenn Ihr LinkedIn-Profil seit dem letzten Wechsel nicht mehr aktualisiert wurde und Sie sich jetzt neu orientieren. Und für Sie, wenn Sie in ungekündigter Position sichtbarer werden wollen, ohne dass Ihr Umfeld jede Änderung mitbekommt, und vorher wissen möchten, welche Felder Headhunter tatsächlich lesen.
Unter welchem Suchbegriff würde ein Headhunter Sie heute finden, und ist es der, unter dem Sie gefunden werden wollen?