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Expertengespräch mit Arbeitsrechtsanwalt Till Hischemöller

Aufhebungsvertrag: vom Risiko zur strategischen Weichenstellung.
Ob die Initiative von Ihnen ausgeht oder vom Unternehmen: Sie haben mehr Gestaltungsmacht, als Sie in diesem Moment glauben.

Es gibt kaum einen Moment, der erfahrene Führungskräfte so unvorbereitet trifft. Ein Aufhebungsvertrag fühlt sich im ersten Augenblick an wie der Entzug der eigenen Geschäftsgrundlage, oft verbunden mit dem Druck, das Haus möglichst geräuschlos und preiswert zu verlassen. Wer jetzt emotional reagiert, verschenkt Spielraum. Wer den Kopf kühl behält, verhandelt ein Paket, das den nächsten Schritt finanziert. Darum geht es in diesem Gespräch: um den richtigen Zeitpunkt, um das, was Sie im Trennungsgespräch sagen und was nicht, um die Frage, ob die höchste Abfindung oder das beste Paket das klügere Ziel ist, und darum, warum ein Kündigungsschutzprozess selten die beste Option ist. Das gilt, wenn das Unternehmen auf Sie zukommt, und genauso, wenn Sie selbst gehen wollen.

Zum Gespräch: Video und Podcast Zu den Ansprechpartnern

  • 01Sie kennen Ihre Position, bevor es kriselt, und sammeln Fakten, bevor Sie gebraucht werden
  • 02Sie wissen, was Sie im Trennungsgespräch sagen, und was nicht
  • 03Sie verhandeln das Paket, das Ihren nächsten Schritt finanziert, auch wenn Sie selbst gehen

Gespräch ansehen · 47 Minuten

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Die Stolperfalle

Wenn Emotionen die Verhandlung führen.

Ein Papier auf dem Tisch. Oder der Entschluss, selbst zu gehen. In beiden Fällen geht es um Ihre Geschäftsgrundlage, Ihren Ruf und die Frage, wie es weitergeht, und in diesem Moment reagieren selbst gestandene Manager emotional. Genau darauf setzen manche Arbeitgeber. Wer in den ersten Minuten zu viel sagt, sich rechtfertigt oder falsche Signale sendet, setzt den Rahmen für alles danach. Die wichtigste Regel für diese Phase: Nehmen Sie sich aus der Schusslinie. Gewinnen Sie Zeit, und wechseln Sie von der Reaktion in die Verhandlungsführung. Der teuerste Fehler passiert selten am Verhandlungstisch. Er passiert vorher: in den Monaten, in denen Sie die Augen verschließen, und in den ersten Minuten, in denen Sie zu viel sagen.

  • Sie merken seit Monaten, dass etwas läuft: Sie werden zu Meetings nicht mehr eingeladen, Aufgaben wandern zu anderen, Ihre Position soll in eine ausländische Gesellschaft. Und Sie schreiben nichts auf. Wer dann ins Gespräch geht, hat keine Fakten, nur ein Gefühl.
  • Eine vorschnelle Zusage, eine beiläufige Bemerkung, eine emotionale Rechtfertigung. Was Sie in den ersten Minuten sagen, bestimmt den Rahmen für alles danach. Die einzige professionelle Antwort besteht aus einem Satz: „Ich nehme das zur Kenntnis und melde mich.“
  • Sie verhandeln die Abfindung mit starrem Blick auf die Zahl und übersehen Outplacement, Zeugnis, Kündigungsfrist und Wettbewerbsverbot. Das Unternehmen hat ein Budget für die Trennung, und ihm ist einerlei, wie es sich verteilt. Ihnen sollte es nicht einerlei sein.
  • Sie glauben, wer selbst gehen will, hat nichts zu verhandeln, und schon gar kein Outplacement zu erwarten. Das Gegenteil stimmt. Wer die Trennung selbst anstößt, kann dem Unternehmen etwas anbieten, und bekommt dafür ein Paket.
  • Sie gehen aus Wut in den Kündigungsschutzprozess. Sechs Monate später sitzen Sie zu Hause, und die Gegenseite trägt vor Gericht vor, wie schlecht Sie angeblich gearbeitet haben. Wer das nicht durchhalten will, verhandelt besser gleich.

Sechs Impulse aus dem Gespräch

Was Sie vor der Unterschrift wissen sollten

Sechs Punkte aus dem Gespräch, die den Unterschied zwischen einem Ende und einem Anfang machen. Sie gelten, wenn man Ihnen den Vertrag vorlegt, und genauso, wenn Sie ihn selbst anstoßen.

  • 01

    Kennen Sie Ihre Position, bevor es kriselt

    Wie stehe ich kündigungsrechtlich, wie bin ich geschützt, welche Möglichkeiten hat der Arbeitgeber, mich herauszumanagen? Diese Fragen gehören beantwortet, wenn noch kein Konflikt in Sicht ist, so selbstverständlich wie Zähneputzen. Dadurch verhandeln Sie aus Kenntnis, nicht aus Angst. Das Wissen verändert die Haltung.

  • 02

    Führen Sie ein Tagebuch, bevor Sie es brauchen

    Wann wurden Sie zu welchem Meeting nicht mehr eingeladen, wann wanderte welche Aufgabe zu wem? Wer das notiert hat, kann den Arbeitgeber früh und transparent fragen: „Wie sehen Sie meine Rolle in den nächsten Jahren?“ Dadurch führen Sie das Gespräch mit Fakten, statt sich hinterher zu erinnern.

  • 03

    Wenn Sie selbst gehen: Wechseln Sie die Perspektive

    Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf dem Stuhl Ihres Chefs, und Ihre Führungskraft sagt: „Ich habe die Kraft für diese Aufgabe nicht mehr, kann aber nicht ohne Absicherung gehen.“ In diesem Moment wechselt das Trennungsinteresse zum Unternehmen. Dazu bieten Sie an, was dem Unternehmen wert ist: Nachfolger einarbeiten, Kunden übergeben, nachvertraglich beraten. Dadurch wird aus Ihrem Wunsch ein Paket, mit Abfindung und Outplacement, in einem sauberen, transparenten Prozess.

  • 04

    Im Trennungsgespräch: nur zuhören

    Zuhören, nichts zusagen, „Ich überlege mir das und melde mich“, beraten lassen. Danach erst die Frage, die alles bestimmt: Was ist Ihr Ziel? Mit Anfang vierzig geht es oft um Tempo und Gesichtswahrung, mit Mitte fünfzig um Absicherung über Jahre. Dadurch verhandeln Sie das Paket, das zu Ihrer Lage passt, nicht das Schema, das der Anwalt immer macht.

  • 05

    Das Paket schlägt die Zahl

    Die Faustformel aus dem Gespräch: Wer ein deutlich höheres Paket will, braucht mehr Zeit und die Bereitschaft zur Konfrontation. Wer schnell und sauber in die nächste Rolle will, verhandelt das Gesamtpaket: Outplacement gehört ab einem gewissen Level in jede Aufhebungsvereinbarung, fast noch vor die Abfindung. Den Berater wählen Sie selbst, auch wenn das Unternehmen einen Rahmenvertrag hat. Dadurch verkürzt sich die Zeit bis zur nächsten Position deutlich.

  • 06

    Wettbewerbsverbot, Rechtsschutz, Haltung

    Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot gilt, wenn es nicht verhandelt wurde, und wird mit mindestens der Hälfte der letzten Bezüge entschädigt. Eine Rechtsschutzversicherung ist auf Führungsebene das am besten investierte Geld, weil im Arbeitsrecht jede Seite ihre Anwaltskosten selbst trägt. Und: Eine Trennung ist der Anfang von etwas Neuem. Ihre Erfolge gehören jetzt sichtbar gemacht, die Opferrolle können andere spielen.

Das Expertengespräch · Video und Podcast

Recht und Markt an einem Tisch

Für die Verhandlung eines Aufhebungsvertrags braucht es zwei Perspektiven: die strategische Neupositionierung für den Markt und die juristische Absicherung. Für den Blick auf die Rechtsseite schätze ich den regelmäßigen Austausch mit Netzwerkpartnern wie Till Hischemöller, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mediator und Outplacementberater, eine Kombination, die in dieser Phase selten ist. In unserem aufgezeichneten Gespräch beleuchten wir die Schnittstelle zwischen Arbeitsrecht und Karrierestrategie.

  • Gespräch als Video ansehen · 47 Minuten

    Sabine Lanius und Till Hischemöller in BEWERBUNGSSTARK, Februar 2026

    Aus meinem Experten-Netzwerk

    Till Hischemöller

    Fachanwalt für Arbeitsrecht, Coach, Outplacementberater · Hamburg

    Seit mehr als zwanzig Jahren begleitet Till Hischemöller Fach- und Führungskräfte bei der Trennung vom Arbeitgeber, vom ersten Trennungsgespräch bis zum unterschriebenen Paket, und berät auf der anderen Seite Unternehmen beim Trennungsmanagement. Sein Ansatz beginnt früher als der eines klassischen Arbeitsrechtlers: nicht erst, wenn die Kündigung auf dem Tisch liegt, sondern sobald eine Führungskraft spürt, dass sich etwas verschiebt, oder selbst über einen Wechsel nachdenkt.

    In unserem Gespräch geht es um beide Szenarien: Sie gehen selbst, oder das Unternehmen geht auf Sie zu. Um den richtigen Zeitpunkt und das Tagebuch der Warnsignale, um den Perspektivwechsel, mit dem aus dem eigenen Wechselwunsch ein Trennungspaket wird, um das Trennungsgespräch und die Frage nach dem eigenen Ziel, um Abfindung gegen Gesamtpaket, Outplacement und freie Beraterwahl, Wettbewerbsverbote, Rechtsschutz, und warum ein Kündigungsschutzprozess selten die klügste Option ist.

    Was Sie davon haben: Ich berate Sie zu Strategie und Positionierung, zum Outplacement-Paket und seinem Budget und dazu, wie Sie das Gesamtpaket für Ihren nächsten Schritt aufbauen. Die juristische Prüfung liegt beim Anwalt: Sollte Ihr Fall rechtliche Flankierung erfordern, greife ich auf ein Netzwerk erfahrener Arbeitsrechtler zurück, Till Hischemöller ist einer davon. Sie sind frei in der Wahl. Dadurch finanzieren Sie Ihren nächsten Schritt, statt nur den letzten zu beenden.

    Lieber hören? Die Folge als Podcast · 47 Minuten

    Kündigung oder Exit im Top-Management: Abfindung vs. Trennungspaket richtig verhandeln

Zwei Perspektiven, ein Ziel

Kooperativ statt Kampf.

Der klassische Weg lautet: Job weg, Anwalt vor, Abfindung raus. Mein Weg beginnt früher und endet später, und er funktioniert in beide Richtungen, ob die Initiative von Ihnen ausgeht oder vom Unternehmen.

  • Markt Ich schaue von Anfang an auf Ihren nächsten Schritt: Marktwert, Positionierung, verdeckter Stellenmarkt, Auswahlverfahren, die heute anders laufen als beim letzten Wechsel vor zehn Jahren. Dadurch wird das Outplacement Teil der Verhandlung, nicht ein Nachgedanke.
  • Recht Wo Ihr Fall es erfordert, prüft ein Fachanwalt für Arbeitsrecht Ihre Position und sichert das Paket vertraglich ab, aus meinem Netzwerk oder Ihr eigener Anwalt. Dadurch reagieren Sie nicht unter Druck, sondern aus einer geklärten Lage.
  • Übergang Beides greift ineinander, vom ersten Gespräch bis zum ersten Tag in der neuen Rolle. Dadurch laufen Sie nicht in denselben Tunnel zurück, aus dem Sie gerade kommen, und verlieren keine Monate zwischen Ende und Anfang.
Das Wissen verändert die Haltung.Till Hischemöller im Gespräch mit Sabine Lanius

Zwei Ansprechpartner, ein Ziel

Sprechen Sie mit uns, bevor Sie unterschreiben

Für Strategie, Positionierung und das Outplacement-Paket erreichen Sie mich. Für die juristische Prüfung Ihres Vertrags erreichen Sie Till Hischemöller direkt. Beides vertraulich, beides ohne Umweg. Zwanzig Minuten am Telefon genügen für den ersten Schritt.

  • Sabine Lanius

    Executive Karriereberaterin, ehemalige Headhunterin · Frankfurt am Main

    Strategie, Positionierung, Marktwert, Outplacement-Paket und Budget: alles, was Ihren nächsten Schritt betrifft.

    E-Mail: info@sabine-lanius.de

    Erstgespräch mit Sabine Lanius20 Minuten, vertraulich, kostenfrei

  • Till Hischemöller

    Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mediator, Outplacementberater · Hamburg

    Juristische Prüfung und Verhandlung Ihres Aufhebungsvertrags, Kündigungsschutz, Wettbewerbsverbot, Zeugnis.

    E-Mail: info@th-arbeitsrecht.de

    Kanzlei th-arbeitsrecht.deKontakt direkt zur Kanzlei

Sabine Lanius

Ihre Sparringspartnerin

Sabine Lanius

Executive Karriereberaterin · ehemalige Headhunterin · Frankfurt am Main

Seit 1998 begleite ich Führungskräfte auf C-Level und erster Ebene bei der beruflichen Veränderung, rund 1.500 bis heute, viele davon nach einer Trennung. Davor habe ich im Executive Search gearbeitet. Ich weiß, wie Positionen vergeben werden, bevor eine Anzeige erscheint, und wie ein Trennungspaket aussehen muss, damit es den nächsten Schritt trägt.

Was Sie davon haben: Sie verhandeln nicht nur ein Ende, sondern einen Anfang.

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Sie wollen es genauer wissen?

Im Blog gehe ich die Punkte aus dem Gespräch im Detail durch: die ersten Minuten, Abfindung, Steuer, Sperrzeit, Wettbewerbsverbot, Zeugnis, Outplacement, und den Fall, dass Sie selbst gehen wollen. Dazu die acht Warnsignale, die Sie in Ihr Tagebuch schreiben sollten.