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Podcastfolge · Positionierung & Sichtbarkeit

Positionierung für Führungskräfte im Bewerbungsprozess. Mit Martina Fuchs

Erschienen
Dauer
38 Minuten
Gast
Martina Fuchs, Expertin für Expert Branding und Positionierung
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Auch bei Apple Podcasts und Audible.

Warum dieses Thema?

Wer zwanzig Jahre Führungserfahrung hat, kann viel. Genau das wird beim Wechsel zum Problem. Aus Sorge, die nächste Position zu verpassen, packen viele alles in die Bewerbung, was sie je gemacht haben. Beim Leser kommt dann die Frage an: Wenn er alles kann, kann er dann etwas richtig? In dieser Folge spreche ich mit Martina Fuchs, Expertin für Expert Branding und Positionierung, über die zwei Fragen am Anfang jeder Positionierung: Wer bin ich, und wofür stehe ich? Sie erfahren, wie aus einem breiten Werdegang ein Profil wird, das Entscheider sofort einordnen können.

Das erfahren Sie in dieser Folge

Positionierung beginnt innen

Positionierung ist zuerst eine innere Standortbestimmung. Wo stehe ich, wo will ich hin, und wofür möchte ich künftig bekannt sein? Daraus entsteht die Botschaft an einen künftigen Arbeitgeber: Dafür stehe ich, und das möchte ich in Ihrem Unternehmen bewirken. Dazu gehören Persönlichkeit, Expertise, Ihr Weg bis heute und die Frage, warum Sie tun, was Sie tun. Wer diese Arbeit überspringt, schreibt Unterlagen ohne Richtung. Wer sie macht, kann seine Expertise später in jedem Gespräch in einem Satz fassen. Und entscheidet bewusster, welche Angebote er überhaupt verfolgt.

Die Pizza mit allem

Der häufigste Fehler ist der Bauchladen: Finance, Leadership, Marketing, ein bisschen IT. Ich nenne das gern die Pizza mit allem, und nicht jeder mag sie. Besser ist ein Kernthema, mit dem Sie nach vorn gehen, abgeleitet aus der Frage, was Ihr Markt und Ihre Branche gerade brauchen. Ein Beispiel aus der Folge: Aus „Marketing und Kommunikation“ wird die Aufgabe, Unternehmen fit für die digitale Marketing- und Kommunikationswelt zu machen. Ihr übriges Wissen verschwindet damit nicht. Sie holen es im Gespräch hervor, wenn danach gefragt wird.

Dachmarke und Säulen für Generalisten

Was aber, wenn jemand Consultant war, dann CFO und dazwischen noch etwas ganz anderes? Dann hilft das Bild einer Dachmarke. Ihr Name steht oben, darunter tragen zwei oder drei Säulen das Profil, etwa Finance und Consulting. Grafisch aufbereitet entsteht daraus eine Übersicht, die ein Entscheider in Sekunden versteht. Dazu passt ein zweiter Gedanke aus der Folge: Aus dem lückenlosen Lebenslauf von früher ist ein relevanter geworden. Was nicht zur Zielposition beiträgt, darf kürzer werden oder ganz entfallen. So wirkt ein breiter Weg wie eine Entwicklung mit Richtung.

Was soll man über Sie sagen, wenn Sie den Raum verlassen?

Diese Übung aus der Folge nutze ich selbst mit Führungskräften. Fragen Sie sich vor dem Gespräch, was Ihr Interviewer über Sie sagen soll, wenn Sie gegangen sind. Und dann: Was müssen Sie tun, damit genau das passiert? Aus meiner Zeit in der Personalberatung weiß ich, wie Interviewtage enden. Nach mehreren Gesprächen summt der Kopf. In Erinnerung bleiben die Kandidaten mit einem Profil, der mit dem Werk in China, die mit dem ungewöhnlichen Studienort. Stellen Sie sich den Abend vor, an dem die Interviewer ihre Eindrücke abgleichen: Ihr Name fällt, und beide wissen sofort, wofür Sie stehen.

Kante zeigen, Versprechen halten

Positionierung hat Konsequenzen. Wer viel Erfahrung hat, sollte sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, den Wert der eigenen Leistung kennen und Standpunkt beziehen. Ein Kandidat, der nicht Fisch, nicht Fleisch ist, überzeugt niemanden. Floskeln wie „Ich suche eine neue Herausforderung“ ermüden jeden Interviewer, kurze echte Geschichten wecken Interesse. Versprechen Sie aber nichts, was Sie in der Probezeit nicht halten können. Und prüfen Sie Ihre Positionierung regelmäßig: Was soll gehen, was soll kommen, was soll bleiben? Märkte verändern sich, Ihr Profil darf mitwachsen, ohne dass Sie Ihre Erfahrung über Bord werfen.

Für wen ist diese Folge?

Diese Folge ist für Sie, wenn Ihr Werdegang über mehrere Branchen oder Funktionen führt und Sie merken, dass Personalberater Sie schwer einordnen. Ebenso, wenn Sie nach einer Trennung zum ersten Mal seit vielen Jahren Unterlagen schreiben und diese bisher alles zeigen, was Sie können.

Impuls für heute

Was sollen zwei Interviewer am Abend über Sie sagen, wenn Ihr Name fällt?

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Ihre Gastgeberin

Sabine Lanius ist Executive Karriereberaterin und ehemalige Headhunterin. Aktiv im Bereich Executive Sparring, Executive Search und berufliche Neuorientierung seit 1998. Rund 1.500 Führungskräfte beraten.

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