Wer hinter BEWERBUNGSSTARK steht: Karriereberatung zwischen Marktwissen und Gespür
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Warum dieses Thema?
Bevor Sie jemandem zuhören, der Ihnen etwas über Ihren nächsten Karriereschritt erzählen will, möchten Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Das ist die Prüfung, die jede erfahrene Führungskraft macht, bei Beratern ganz besonders. In dieser Folge drehe ich die Rollen um: Anja Karina Mundinger interviewt mich in meinem eigenen Podcast. Wir sprechen darüber, wie ich zur Beratung rund um Bewerbung und Neuorientierung gekommen bin, was mir in der Arbeit wichtig ist und warum es BEWERBUNGSSTARK gibt. Sie erfahren dabei auch, woran ein Wechsel auf Ihrer Ebene häufig hängt, lange bevor die erste Unterlage verschickt ist.
Das erfahren Sie in dieser Folge
Mit Lebensläufen aufgewachsen
Meine Mutter hat schon Menschen bei der beruflichen Neuorientierung beraten, als ich ein Kind war. Was sie abends am Küchentisch erzählte, hat mich früh interessiert. Damals wurde das Anschreiben oft von Hand geschrieben und grafologisch ausgewertet, der Lebenslauf passte auf eine Seite, das Foto hing an einer Büroklammer. Heute prüfen Unternehmen mit Assessments und Diagnostik-Instrumenten. Geplant hatte ich diesen Weg trotzdem nicht. Nach dem BWL-Studium war ich im Marketing der Messe Frankfurt, kam über Weiterbildungen in die Beratung, machte mich früh selbstständig und arbeitete in zwei der großen Häuser für berufliche Neuorientierung. Für Sie heißt das: Sie sprechen mit jemandem, der erlebt hat, wie sich die Regeln über Jahrzehnte verändert haben.
Marktwissen und Gespür gehören zusammen
In den großen Häusern habe ich viele erfahrene Manager als Berater erlebt. Sie wussten genau, wie Bewerbungsprozesse funktionieren und was ankommt. Was ihnen oft fehlte, war das Gespür für die andere Seite eines Wechsels. Wer seine Position verliert, erlebt häufig Selbstzweifel, manchmal Existenzangst, und das Selbstbild muss sich neu sortieren. Mir war deshalb von Anfang an wichtig, beides zu verbinden: das Wissen, wie der Markt auf Ihrer Ebene funktioniert, und die Arbeit an dem, was in Ihnen vorgeht. Sie brauchen beides, um in Gesprächen souverän aufzutreten.
Erst die Trennung verarbeiten, dann ins Interview
Ich erinnere mich an einen sehr erfahrenen Manager, der sein ganzes Berufsleben in einem Unternehmen verbracht hatte. Nach einer Übernahme entließ der neue Eigentümer die gesamte Managementebene. Er merkte selbst, dass seine Stimme zittern würde, wenn jemand fragt, warum er dort nicht mehr arbeitet. Also haben wir zuerst die Trennung bearbeitet. Viele wollen diesen Schritt überspringen, und im Interview ist er dann zu spüren, etwa wenn jemand vom alten Arbeitgeber noch als wir spricht. Stellen Sie sich die andere Variante vor: Die Frage nach dem Grund Ihres Wechsels kommt, Sie antworten in zwei ruhigen Sätzen, und das Gespräch geht zur Aufgabe über, die vor Ihnen liegt.
Nach dem Wechsel beginnt die neue Rolle
Viele Beratungen enden mit der Planung der ersten hundert Tage: Wie sieht der erste Tag aus, wer sind die wichtigsten Menschen, welche Rolle wollen Sie dort einnehmen? Oft melden sich Klienten später wieder, wenn eine neue Rolle ansteht. Typisch ist der Schritt aus einer operativen Verantwortung wie einer Werkleitung auf die Geschäftsführungsebene. Dann ändert sich, wie Sie denken, kommunizieren und wo Sie sich heraushalten. Für solche Fragen braucht es ein Gegenüber ohne eigene Interessen, also weder die Vorgesetzte noch den Partner zu Hause. Mit einem solchen Sparringspartner entscheiden Sie klarer, ob und wie Sie den nächsten Schritt gehen.
Warum es diesen Podcast gibt
Den Podcast habe ich gestartet, als viele Menschen in meinem Umfeld um ihre Position bangten oder sie bereits verloren hatten. Manche überlegten, ob sie warten sollten, bis man sich von ihnen trennt, oder selbst die Initiative ergreifen, was meist mehr Freiheit lässt. BEWERBUNGSSTARK soll erste Orientierung geben. Manchmal genügt ein Impuls, um aus einer festgefahrenen Situation herauszukommen. Ich gebe hier weiter, was ich über die Jahre gesammelt habe, damit Sie Ihre nächsten Schritte mit mehr Sicherheit planen und einschätzen können, wann es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
Für wen ist diese Folge?
Für Führungskräfte, die vor einem Wechsel stehen und wissen möchten, wer hinter diesem Podcast steht und wie ich arbeite, bevor sie sich auf weitere Folgen oder ein Gespräch einlassen. Und für alle, die nach einer Trennung spüren, dass das Thema sie noch beschäftigt, und überlegen, wann sie bereit für die ersten Gespräche sind.
Wie würde Ihre Antwort klingen, wenn Sie morgen jemand fragt, warum Sie Ihr bisheriges Unternehmen verlassen?