Karriere definieren als Führungskraft: Erfolg, Autonomie, Purpose und Zufriedenheit
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Warum dieses Thema?
Lange war die Antwort einfach: Karriere hieß, im Unternehmen Stufe um Stufe aufzusteigen. Wer heute vor einem Wechsel steht, merkt oft, dass diese Definition nicht mehr ganz passt. Der nächste Titel reizt weniger als früher, andere Dinge sind wichtiger geworden, aber sie haben noch keinen Namen. Und ohne diesen Namen bewerten Sie jedes Angebot nach den alten Maßstäben. In dieser kurzen Folge gehe ich der Frage nach, was Karriere für Führungskräfte heute bedeutet. Sie nehmen die Fragen mit, mit denen Sie Ihre eigene Definition finden, bevor Sie sich auf die nächsten Jahre festlegen.
Das erfahren Sie in dieser Folge
Der klassische Karrierebegriff hat Konkurrenz bekommen
Vor kurzem sagte mir ein Manager aus dem mittleren Management, sein Karriereziel sei es, als Vorstand eines großen Konzerns in Rente zu gehen. Ich habe gestutzt, denn diese Antwort höre ich inzwischen selten. Der stetige Aufstieg in der Hierarchie ist nach wie vor ein legitimes Ziel. Daneben verstehen viele unter Karriere heute etwas anderes: Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt, ein Leben, in dem Geld, Familie und eigene Zeit zusammenpassen. Für Sie heißt das: Es gibt keine richtige oder falsche Definition. Entscheidend ist, dass Sie Ihre eigene kennen, bevor ein Angebot sie Ihnen vorgibt.
Fünf Aspekte, die Führungskräfte heute abwägen
In meinen Gesprächen mit Top-Managern in der Neuorientierung tauchen immer wieder dieselben Aspekte auf. Erfolg im klassischen Sinn, also Ziele erreichen, Anerkennung und finanzielle Sicherheit. Persönliche Entwicklung, das ständige Dazulernen, das längst nicht nur jüngere Generationen antreibt. Autonomie, also Freiheit und Selbstbestimmung in der Rolle, für mich selbst übrigens einer der wichtigsten Treiber. Purpose, der Wunsch, mit der eigenen Arbeit einen Beitrag zu leisten. Und Zufriedenheit im ganzen Leben, mit Zeit für Familie und Sport. Viele meiner Klienten trainieren für Marathon oder Triathlon und planen das fest in ihre Woche ein. Wenn Sie diese Aspekte für sich gewichten, sehen Sie schärfer, was eine Position Ihnen bieten muss.
Die Fragen, mit denen Sie Ihre Definition finden
Der erste Schritt jeder Weiterentwicklung ist Reflexion. Was motiviert Sie wirklich? In welchen Situationen waren Sie immer gut und merken, dass Sie aufblühen? Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrem Berufsleben? Und wie sieht Ihr persönliches Ranking aus zwischen finanziellem Erfolg, Entwicklung, Autonomie und Zufriedenheit? Diese Fragen klingen einfach. Ehrlich beantwortet, liefern sie Ihnen den Suchfokus für die nächste Position und machen Gespräche mit Headhuntern und Entscheidern deutlich präziser, weil Sie wissen, wonach Sie fragen.
Warum diese Klärung über die nächsten Jahre entscheidet
Ihre Antworten bestimmen, wie zufrieden Sie in Ihrer nächsten Rolle sein werden, und das für einen langen Zeitraum. Stellen Sie sich das Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden vor, das über Ihre nächste Position entscheidet. Er beschreibt die Rolle, und Sie merken nach wenigen Minuten, ob sie Ihnen gibt, was Ihnen wichtig ist. Sie fragen nach dem Gestaltungsspielraum statt nur nach dem Titel und sagen am Ende entspannt Ja oder Nein. Genau dafür lohnt sich die Klärung: Sie bekommen nicht nur eine Position, sondern eine, mit der Sie auch in einigen Jahren noch zufrieden sind.
Für wen ist diese Folge?
Diese Folge ist für Sie, wenn Sie vor einem Wechsel stehen und spüren, dass der nächste Titel allein Sie nicht mehr reizt. Und für Sie, wenn Sie gerade zwei Angebote vergleichen und merken, dass Ihnen dafür die Maßstäbe fehlen, weil sich Ihre Prioritäten seit dem letzten Wechsel verschoben haben.
Wenn Sie Erfolg, Entwicklung, Autonomie, Purpose und Zufriedenheit in eine Reihenfolge bringen müssten, was stünde heute ganz oben?