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Karriere-Blog · Marktsondierung

Wie profitieren Führungskräfte von einer diskreten Marktsondierung?

Drei bis fünf vertrauliche Gespräche, eine Frage: Wofür würden Sie mich anrufen?

Veröffentlicht
Lesezeit
rund drei Minuten
Für wen
Führungskräfte in ungekündigter Position, deren Rolle nach CEO-Wechsel, Merger oder Investoreneinstieg wackelt

Wer aus einer bestehenden Rolle heraus sondiert, verhandelt mit dem Wissen, dass er nicht muss. Wer erst sondiert, wenn die Trennung läuft, verhandelt aus der Not. Dieser Beitrag beschreibt den Moment, in dem eine diskrete Marktsondierung fällig wird, etwa nach einem CEO-Wechsel, einem Merger oder dem Einstieg eines Investors, warum Sondieren nichts mit Illoyalität zu tun hat und wie sie konkret abläuft: ohne Veröffentlichung, in drei bis fünf vertraulichen Gesprächen über vier bis sechs Wochen. Dadurch wissen Sie, was Ihr Profil am Markt heute wert ist, und entscheiden über Bleiben, Verhandeln oder Gehen aus der Position heraus, nicht aus der Not.

Wie profitieren Führungskräfte von einer diskreten Marktsondierung?

In erster Linie durch die Verhandlungsposition. Wer aus einer bestehenden Rolle heraus sondiert, verhandelt mit dem Wissen, dass er nicht muss. Wer erst sondiert, wenn die Trennung läuft, verhandelt aus der Not. Eine diskrete Sondierung klärt in wenigen Wochen, wie der Markt Ihr Profil liest, welche Rollen gerade vergeben werden und ob Ihr Marktwert dem entspricht, was Sie annehmen. Das Ergebnis ist entweder ein konkreter nächster Schritt oder die Gewissheit, dass Bleiben die bessere Entscheidung ist. Beides ist mehr, als Warten bringt.

Der Moment, in dem sie fällig wird

Die Situation kenne ich aus vielen Gesprächen: Der neue CEO ist seit drei Monaten da und hat sein eigenes Team im Kopf. Der Merger ist durch, und es gibt zwei Bereichsleiter für einen Bereich. Oder der Investor ist eingestiegen und stellt Fragen, die er vorher nicht gestellt hat. Die Führungskraft merkt das, und ihr erster Gedanke ist: abwarten, nicht nervös werden, erst mal liefern. Ein Geschäftsführer sagte mir: „Ich wollte nicht illoyal wirken. Dann war ich ein Jahr später raus und hatte in dem Jahr keinen einzigen Marktkontakt geführt.“

Das Abwarten ist verständlich. Loyalität ist auf dieser Ebene keine Floskel. Aber Sondieren ist nicht illoyal. Illoyal wäre, aktiv zu wechseln, während man noch Verantwortung trägt. Sondieren heißt nur, zu wissen, wo man steht.

Wie eine diskrete Sondierung abläuft

Sie veröffentlichen nichts. Kein „open to work“, keine Bewerbung, keine Nachricht an den eigenen Vorstand. Stattdessen drei bis fünf vertrauliche Gespräche: mit einem Personalberater, der Ihre Branche kennt, mit zwei Menschen aus Ihrem Netzwerk, die Entscheider sind, und mit jemandem, der den Markt von außen einschätzt. Jedes Gespräch hat eine Frage: Wofür würden Sie mich anrufen? Nach vier bis sechs Wochen wissen Sie, ob der Markt Sie so sieht, wie Sie sich sehen. Das ist die Information, die Sie brauchen, um zu entscheiden, ob Sie bleiben, verhandeln oder gehen.

Die entscheidende Frage ist nicht „Soll ich wechseln?“, sondern „Was ist mein Profil am Markt heute wert, und was in zwölf Monaten?“ Wer die Antwort kennt, entscheidet aus der Position. Wer sie nicht kennt, lässt andere entscheiden.

Ob bei Ihnen Sondieren, Bleiben oder Verhandeln ansteht, lässt sich im Erstgespräch meist in 20 Minuten eingrenzen. Vertraulich, ohne dass irgendjemand davon erfährt.

Sabine Lanius
Über die Autorin

Sabine Lanius ist Executive Karriereberaterin und ehemalige Headhunterin. Aktiv im Bereich Executive Sparring, Executive Search und berufliche Neuorientierung seit 1998. Rund 1.500 Führungskräfte beraten. Unabhängig von Unternehmen und Personalberatungen.

Was ist Ihr Profil am Markt heute wert, und was in zwölf Monaten?

Ein Erstgespräch mit Sabine Lanius.

Zwanzig Minuten am Telefon, vertraulich, kostenfrei. Sie schildern Ihre Lage, ich frage nach und höre zu. Am Ende sage ich Ihnen offen, ob ich für Ihren Weg die Richtige bin.

20 Minuten, kostenfrei und vertraulich