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Karriere-Blog · Executive Sparring

Bereichsleiter in der Sandwichposition: Coaching oder Neuorientierung?

Drei Fragen, die vor jedem Coaching zu klären sind: Mittel, Rollenbild, und ob Sie die Rolle noch einmal annehmen würden.

Veröffentlicht
Lesezeit
rund drei Minuten
Für wen
Bereichsleiter und Führungskräfte der zweiten Ebene, die zwischen Geschäftsführung und Team aufgerieben werden

Wenn Sie als Bereichsleiter zwischen den Erwartungen der Geschäftsführung und den Bedürfnissen Ihres Teams aufgerieben werden, gibt es zwei mögliche Ursachen. Entweder fehlt ein Handwerk, dann hilft Coaching. Oder die Rolle ist so geschnitten, dass sie niemand gut ausfüllen kann, dann hilft kein Coaching, sondern die Frage, ob diese Rolle noch Ihre ist. Dieser Beitrag zeigt an einem Fall, woran Sie den Unterschied erkennen, und nennt drei Fragen, die vor jeder Investition in Coaching zu klären sind. Dadurch investieren Sie nicht zwei Jahre in eine Position, die Sie ohnehin verlassen werden, und sind vorbereitet, falls es so kommt.

Bereichsleiter in der Sandwichposition: Hilft Coaching, oder geht es um mehr?

Das hängt davon ab, ob die Rolle selbst noch stimmt. Wenn Sie als Bereichsleiter zwischen den Erwartungen der Geschäftsführung und den Bedürfnissen Ihres Teams aufgerieben werden, gibt es zwei mögliche Ursachen. Entweder fehlt Ihnen ein Handwerk, etwa das Verhandeln nach oben oder das Delegieren nach unten, dann hilft Coaching. Oder die Rolle ist so geschnitten, dass sie niemand gut ausfüllen kann, dann hilft kein Coaching, sondern die Frage, ob diese Rolle in diesem Unternehmen noch Ihre ist. Die zweite Ursache wird seltener benannt, weil sie unbequemer ist.

Woran Sie den Unterschied erkennen

Ein Bereichsleiter aus der Industrie erzählte mir, er habe zwei Jahre Coaching hinter sich, sei kommunikativ deutlich besser geworden und trotzdem jeden Abend erschöpft. Im Gespräch wurde klar: Seine Geschäftsführung hatte ihm Verantwortung ohne Budget und ohne Entscheidungsbefugnis gegeben. Das ist kein Kommunikationsproblem. Das ist ein Rollenzuschnitt, den man nicht wegcoachen kann.

Sie sind eine erfahrene Führungskraft, und Sie nehmen Verantwortung ernst. Deshalb liegt es nahe, das Problem bei sich zu suchen und an sich zu arbeiten. Das ist ehrenwert. Aber es gibt drei Fragen, die vorher zu klären sind: Habe ich die Mittel, die meine Verantwortung braucht? Hat die Geschäftsführung ein Bild von meiner Rolle, das mit meinem übereinstimmt? Und: Würde ich diese Rolle, so wie sie heute geschnitten ist, noch einmal annehmen?

Die entscheidende Frage ist nicht „Wie fülle ich die Rolle besser aus?“, sondern „Ist diese Rolle, so wie sie ist, noch meine?“ Wer die Antwort offenlässt, investiert in Coaching für eine Position, die ihn in zwei Jahren ohnehin verlassen wird, und ist dann unvorbereitet.

Ob bei Ihnen Coaching oder Neuorientierung ansteht, lässt sich im Erstgespräch meist schnell eingrenzen. Vertraulich.

Sabine Lanius
Über die Autorin

Sabine Lanius ist Executive Karriereberaterin und ehemalige Headhunterin. Aktiv im Bereich Executive Sparring, Executive Search und berufliche Neuorientierung seit 1998. Rund 1.500 Führungskräfte beraten. Unabhängig von Unternehmen und Personalberatungen.

Würden Sie Ihre Rolle, so wie sie heute geschnitten ist, noch einmal annehmen?

Ein Erstgespräch mit Sabine Lanius.

Zwanzig Minuten am Telefon, vertraulich, kostenfrei. Sie schildern Ihre Lage, ich frage nach und höre zu. Am Ende sage ich Ihnen offen, ob ich für Ihren Weg die Richtige bin.

20 Minuten, kostenfrei und vertraulich